Die Bogensportausfahrt am Himmelfahrtswochenende 2026 ins Sauerland
Ein Reisebericht von Nicole.
Alles begann mit einer Idee, die Oswin bei der letzten Mitgliederversammlung vorgetragen hatte.
Eine Bogensportausfahrt mit anspruchsvollen Parcours. Geplant, getan. Sechs Mitglieder fanden sich zusammen und starteten von Schleswig und Itzehoe aus ins Sauerland.
Anreise
Am Himmelfahrtstag starteten wir also von Schleswig um 10 Uhr Richtung Brilon. Nein wir sind nicht bis Frankreich gefahren. Brilon ist ein beschauliches Städtchen zwischen Paderborn und Dortmund. Und nein, wir sind uns immer noch nicht einig, wie man den Namen eventuell aussprechen sollte. Denn wenn man sich ihn auf französisch vorstellt, wäre er durchaus anders.😉
Jan hat Udo und mich in seinem Auto mitgenommen, Oswin, Annegret und Herbert fuhren zusammen von Itzehoe aus.
Unterwegs wurde uns mitgeteilt, dass wir doch Oswin trösten sollten. Da keiner von uns wusste warum, wurde natürlich gemutmaßt, dass sein Bogen eventuell schaden genommen haben könnte.
Schon auf der Fahrt bekamen auf WhatsApp Bilder von den bereits gestrandeten „Itzehoern“ und dass man bereits das Bier verkoste. Wir bestellten sogleich mit der genauen Ankunftszeit auch unser Bier, worauf man uns mitteilte, dass dies leider schon ausgetrunken wäre und es nichts mehr gäbe ….
Nun nach unserer Ankunft in dem Landgasthof Gruß wurde uns klar, warum man dies denken könnte. Schlechtes Wetter hatte eine Vielzahl von männlichen Zeitgenossen in das Wirtshaus getrieben, die sehr viel Bier konsumierten. Die Gaststube war bis auf den letzten Platz besetzt und die Lautstärke dementsprechend hoch. Herrentag im Sauerland. Ein Ereignis für sich. Wie sich herausstellte, hatten sie doch noch etwas für uns übriggelassen.
Und auch des Rätsels Lösung Oswin zu trösten löste sich auch auf. Da stand Oswin und hielt uns einen blauen Daumen entgegen. Wir waren sehr davon angetan, auch ohne zu schießen, von ihm jetzt schon gelobt zu werden. Aber nein: es war ein Gips. Wir hatten an vieles gedacht, aber nicht daran, dass Oswin sich mit einem Winkelschleifer die Sehnen verkürzen wollte. Was sollen wir sagen, dafür haben wir dann mit ihm die Bierverkostung ausgedehnt.😉 Bei der Verkostung hat man dann auch gleich Aufdrucke von T-Shirts in Augenschein genommen, die auf eine Spezies hindeuteten, die Kenntnis von Whisky haben könnten. So näherte man sich der Menschen, und ja, auch der Sprache, an.
Wie sich herausstellte, wurden wir an dem Stammtisch des größten Fanclubs von Schalke 04 platziert, was nicht zu übersehen war, da eine übergroße Bildercollage des Vereins und seiner Geschichte an der Wand prangte. Bei Jan hatte sich, als dies bemerkt wurde, ein etwas größeres Unbehagen breit gemacht, war er doch ein Fan eines anderen Fußballvereins. Wie der Zufall es nun wollte, war einer der neuen Bekanntschaften der amtierende Präsident dieses Fanclubs und gesellte sich nun zu uns. Nach einem regen Austausch, sofern bei der Lautstärke in der Gaststube möglich, kam die Bemerkung "Ach du bist ein Fan der Fehlfarben", was zu einem Schmunzeln und Lachen führte. Nach einem regen Austausch und vielen Geschichten von den Schalke 04 Fans, ging der Abend mit guten Gesprächen und bereits interessanten Planungen für ein Whisky Tasting am Samstag zu Ende. Wir wollten früh in den nächsten Tag starten, damit wir einen guten Tag genießen können.
Tag 1
Der 15.05. startete mit einem ausgewogenen Frühstück 😉 ging es in den Sauerländer Bogenschützenverein, der insgesamt 4 Parcours beinhaltet. Wir haben von den möglichen Afrika-, Amerika-, Event- und Europa-Parcours nur Afrika und Europa geschafft - und waren damit 6 Stunden unterwegs. Die Pfade und auch Ziele waren eine Freude zu gehen und zu schießen. Oft waren es herausfordernde Schneisen, die zum Ziel führten. Man war schon von vorneherein sehr konzentriert den Pfeil gut zu schießen, damit man ihn danach nicht suchen musste. Dies stellte sich im Afrika-Parcours als schwierig heraus, gerieten wir doch zwischen feindliche Linien von Niederländern. Wir etwas langsamer waren als die nachfolgende Gruppe, die einen seltsamen Gefährten bei sich hatte. Dieser bekam immer wieder Lachanfälle, die wir eindeutig als Sonar in den engen des Waldes deuteten. Anders waren diese Geräusche nicht zu erklären.
Wir beschlossen kurzerhand zu warten und die Gruppe vorzulassen. Und da hatten wir den Salat. Eine weitere Gruppe stieß aus den Wäldern hervor und wir gerieten zwischen die Niederländer. Nachdem wir dann geschickt ein paar Pfeile so ge(ver)schossen hatten, dass wir sie suchen mussten, nahmen sie Reißaus und überholten uns. Unsere fröhliche und ausgelassene Art, die Fehlschüsse im Wald beim Suchen zu feiern, fand bei Ihnen keine Würdigung.
Nun denn, da lag das Tal vor uns und wir konnten in der Ferne den Elefanten sehen, der als nächstes Ziel zum Greifen nahe war. Dachten wir, aber tatsächlich waren die Ziele zwar groß, die Entfernungen aber auch.
So war ich persönlich sehr oft froh die Pfeile immer wieder gefunden zu haben. 😊 Ich habe zwar auch getroffen, aber es war schon beeindruckend, wie die Herren die Ziele auf diesen Entfernungen trafen. Sowohl die Dachlattenfraktion, als auch die Anderen 😉
Ok, ein bisschen Regen hatten wir auch, aber das tat dem Spaß keinen Abbruch…
Nachdem wir in der Vereinshütte eine kleine Pause eingelegt hatten, ging es weiter in den Europa-Parcours. Dieser war mit seinen Steigungen ebenfalls herausfordernd und so wurden zwischen den Zielen auch die Beine trainiert. Immer wieder unterschiedliche Tiere tauchten als Ziele vor uns auf, wobei es auch des Öfteren zu Überlegungen kam, ob es diese Tiere auch wirklich in Europa gibt.
So traf ich zum Beispiel bei einem Eisvogel den Schnabel. Sehr schwierig, aber natürlich gewollt… 😉 Hm… wollten es die anderen einem gleichtun. Dies erforderte dann doch manchmal 5 Pfeile, da man es ja nicht einfach hinnehmen konnte, diesen nicht ebenfalls „gewollt“ zu treffen.
Der erste Tag ging zu Ende und alle freuten sich auf eine Dusche, etwas zu Essen, ein Bier und das Bett. Am Abend waren wir uns einig, diesen Verein noch einmal aufzusuchen, da wir nur zwei von 4 Parcours geschafft hatten und es wert ist, diese Strecken noch einmal zu besuchen.
Tag 2
Nach einem weiteren ausgedehnten Frühstück sind wir am zweiten Tag zum Fantasy-Parcours ins Bilsteintal gefahren. Hier waren Fabelwesen und Gruseltiere die vorherrschenden Ziele. Oswin hatte uns begleitet und wir freuten uns über seine Gesellschaft.
Selbstverständlich war es eine Pflicht, sich auch gegenseitig in der Konzentration zu stören, damit man üben konnte, die Störungen auszublenden. So hat man auch eine App verwendet die Schwierigkeiten hatte die Namen adäquat auszusprechen. Wie zum Beispiel den Nachnamen von Udo, den man sich dann sooft angehört hatte (weil so komisch), dass Udo diese Sprechweise übernommen und dann seinen eigenen Namen nicht mehr aussprechen konnte. Wir hatten viel Spaß und es gab mir dadurch auch die Chance einen Treffer zu landen, der dann gar nicht so schlecht neben den „Profis“ aussah.
Auch wurde viel über die Möglichkeiten eines Gipses gesprochen, diesen so zu formen, sodass man diesen zum Schießen nutzen könnte. Was soll ich sagen, wir bekamen oft einen „Daumen hoch“ …einen Blauen😊
Im Fantasy-Parcours waren viele herausfordernde Ziele. Aber eines der tollsten war sicherlich ein 100m Ziel mitten im Wald. Das Ziel war kaum wahrnehmbar, aber trotzdem wollten drei von uns es wagen. Getroffen wurde es nicht, aber nur knapp verfehlt. Als man dann die Pfeile einsammeln wollte, waren wir von der Größe des …?... was auch immer es darstellen sollte, beeindruckt. Wir hatten auch in diesem Parcours viel Spaß und haben es nicht bereut hierher zu kommen.
Nachdem wir wieder im Gasthof eingetroffen sind, hatten wir nur eine kurze Pause, denn heute wollten wir unser Abschiedsessen bei einem Italiener in Brilon begehen. Alle waren sich einig, dass das Essen superb war und man dies auch wiederholen sollte. Nach einem wunderbaren Essen, was durch einen tollen Nachtisch gekrönt wurde, haben sich zwei von uns auf den Weg zum Whisky-Tasting gemachen. Der Rest machte sich auf in Richtung Gasthof, um noch ein wenig zusammen zu sitzen und zu sehen, wer beim ESC gewinnen könnte. Da man sich einig war, dass die Songs nicht überzeugend waren, gingen wir vor dem Ende ins Bett. Das Ergebnis konnte man auch morgens betrachten…
Abreise
Nach einem guten Frühstück, für manche mit einem Kater, sind wir zur Heimreise aufgebrochen.
Nach einer langen Fahrt mit einigen Staus sind wir wieder wohlbehalten in Schleswig angekommen.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Oswin für die Idee und Planung sowie Jan bedanken, der sich bereit erklärt hatte zu fahren und uns sicher hin und auch wieder zurückgebracht hat. Nicht zu vergessen ein Dank an Alle die dabei waren, für ein unvergessliches Wochenende mit großartigen Vereinskollegen.
Wir freuen uns aufs nächste Jahr, auf eine erneute Tour ins Sauerland. Allen die nicht dabei waren können wir nur empfehlen, das nächste Mal mitzukommen, wenn es 2027 wieder heißt:
„Am Himmelfahrtswochenende geht es auf Vereinstour des IBS“.
Dank an Oswin für Planung und Organisation, Nicole für den tollen Reisebericht und an alle Teilnehmenden für die schönen Fotos.
Dann sollte einer Bogensportausfahrt für das Himmelfahrtswochenende 2027 nichts im Wege stehen.
Alle ins Kill.
Thomas